Kurzmitteilung

Fundstück: Wie wollen wir leben? Ihre ganz persönliche Utopie.

Gerade stolpere ich über einen Beitrag von Dr. Magnus Frisch zum Thema „Persönliche Utopie“. Der Beitrag ist schon drei Jahre alt und trotzdem möchte ich ihn hier im Blog als Fundstück aufnehmen.

In diesem schriftlichen Beitrag bzw. Podcast geht es um eine philosophische Herangehensweise an Utopien und einen Weg, wir jede*r von uns selbst schnell und einfach eine eigene Utopie entwickeln, verfeinern und mit Leben füllen kann.

Diese drei Punkte nehme ich mit:

Utopia als Noch-Nicht-Ort

Die Utopie ist sprachlich der „Nicht-Ort“. Das bedeutet aber nicht, dass sie es immer bleiben muss. Utopien bringen einen Gedanken in die Welt, der wiederum zu positiven Veränderungen führen kann. Diesen Möglichkeitsraum zu öffnen, macht die utopische Zukunft überhaupt erst wahrscheinlich. Also, wer sagt, dass sie nicht wahr werden könnte? Vielleicht ist die Utopie auch immer ein Noch-Nicht-Ort.

Utopie vs. Dystopien

Theoretisch sind sich Utopien und Dystopien ähnlich. Die Utopie verwandelt die wahrgenommenen negativen Gegenwartsaspekte in eine wünschenswerte Vision. Die Dystopie verharrt in der Negativeskalation. Vermutlich ist das ein Punkt, der mich in letzter Zeit so frustriert hat, wenn ich Zukunftserzählungen, SciFi etc anschaue: Die Dystopie ist nicht konstruktiv. Sie verharrt in ihrer Zuspitzung des Schlechten und macht sich nicht die Mühe, einen positiven Gegenentwurf zu entwickeln.

Utopien wahrscheinlicher werden lassen

Klar, ein Buch wie Thomas Morus‘ „Utopia“ ist ein ausgefeiltes Werk. Aber persönliche Utopien müssen nicht von Anfang an perfekt sein. Es kann reichen, eine Idee zu entwickeln und diese mit anderen Menschen zu teilen. Das vergrößert zum einen die Wahrscheinlichkeit, dass sie wahr wird. Zum anderen können wir der Utopie dadurch einen Feinschliff verpassen, sie ergänzen oder anpassen. Und ich bin der Überzeugung, dass positive Ideen weitere positive Ideen anziehen. Warum also nicht statt der üblichen Nörgeleien mal einen positiven, konstruktiven Zukunftsgedanken in die nächste Gesprächsrunde einbringen? Das kann eigentlich nur interessant werden. 🙂

Hier findest du den ganzen Text, auch als Beitrag zum Anhören: https://ars-philosophandi.de/fph-6-persoenliche-utopie/

Danke an Magnus Frisch für diese Impulse!


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